Das Veverl vom Walchensee

Auszug aus der Oberbayerischen Volkssage um 1900

von Baron Hans von Wolzogen, Bayreuth.

Aus dem Friedhelm Oriwol-Archiv.

Urfeld
Stahlstich, Urfeld am Walchensee, um 1846

Tief ist der See

wie a herzblutigs Weh,

aber falsch is er net,

also frumm wie a Gbet.


Wann er wild wird, hat er recht,

denn die Menschen sein schlecht.

Wen er lieb hat, tragt er gut

wie an Fisch durch die Flut.


Und die Berg schaun darein,

nix Fremds lassen s` ein.

Und im Traum ham s` mi traut:

dem Wallersee sei Braut.


Heiduli Hollara!

Heidulida !

Oh du mei Wallersee !

Heiduli Hollara!

Heidulideh !